Koroška umfasst ein Gebiet von drei Tälern – Mežiška dolina, Dravska dolina und Mislinjska dolina – und drei Gebirge – Pohorje, Karawanken und Sanntaler Alpen – und gehört zu den kleineren slowenischen Regionen.
Koroška ist die Wiege des Slowenentums, denn unsere Vorfahren haben bei Maria Saal in slowenischer Sprache Herzöge von Koroška als Nachfolger des slowenischen Fürstentums Karantanien eingesetzt. Nach der Volksabstimmung im Jahr 1920 wurde ein größerer Teil von Koroška an Österreich angeschlossen.
Das größte Kulturzentrum und auch ein starkes Wirtschaftszentrum von Koroška ist Slovenj Gradec. In den vorigen Jahrhunderten hat sich in dieser Gegend der Bergbau entwickelt, dessen Ursprünge bereits in den römischen Zeiten liegen sollten. In Koroška haben sich die höchsten Bauernhöfe in Slowenien sesshaft gemacht (Bukovnik auf einer Höhe von 1327 m).
Eine Besonderheit von Koroška ist auch der Berg Olševa, der für seine Karsthöhle Potočka zijalka bekannt ist, in der 1928 Überbleibsel einer altsteinzeitlichen Wohnstätte gefunden wurden. Peca, der höchste Berg von östlichen Karawanken, beflügelt bereits seit Jahrhunderten die Phantasie der Bewohner von Koroška.
Die meisten Geschichten drehen sich um den König Matjaž (Mathias), der in Berghöhle schläft. Der Überlieferung nach sollte der König Matjaž ein guter König gewesen sein, der allen geholfen hat, die ihn um Hilfe gebeten haben. Damals herrschten in Koroška goldene Zeiten. Die anderen missgünstigen Herrscher verbündeten sich gegen ihn.
Mit den überlebenden Soldaten fand der König Unterschlupf in einer Höhle unter dem Berg Peca, die sich ihm öffnete und ihn in ihr Versteck aufnahm. In der Höhle ist der König Matjaž beim Tisch eingeschlafen.
Wenn sich sein Bart neunmal um den Steintisch herum wickelt, wird er erwachen. Dann sollen nach Koroška die guten alten Zeiten wieder zurückkehren. Der König Matjaž wird mit seinen Soldaten alle Feinde besiegen, das Unrecht von der Welt vertreiben und erneut die Herrschaft antreten.